Wie funktioniert Acolens?

Acolens erzeugt bei einfachster Anwendung hervorragende Korrekturergebnisse. Dies hat seine Ursache in der besonderen Konzeption von Acolens.

Der traditionelle Ansatz - Korrektur von Bildfehlern

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Abbildung 1. Der traditionelle Ansatz - Korrektur von Bildfehlern

Abbildung 1 zeigt das Vorgehen nach einem weit verbreitetem Ansatz, wie er z.B. typisch für viele Plugins ist. Hierbei sieht der Anwender das Ausgangsbild, indem sich Motiv und Fehler des Aufnahmesystems überlagern. Der Anwender muss das Ausgangsbild mit der Korrektur durch den Softwarefilter vergleichen und dabei die Parameter eigenhändig einstellen. Da sich die Fehler des optischen Systems mit dem Motiv überlagern, kann der Anwender diese nicht immer richtig trennen. Er muss diese Einstellungen in der Regel für jedes Bild neu vornehmen.

Korrektur mit Acolens

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Abbildung 2. Korrektur mit Acolens

Abbildung 2 zeigt die Korrektur mit Acolens. Hier werden die Informationen für die Korrektur nicht visuell durch den Anwender geraten, sondern dem Profil des jeweilige Objektiv entnommen. Der Anwender muss nur das passende Objektiv auswählen. Die hochgenaue Erfassung der Parameter erfolgt in einer separaten Vermessung des Objektivs.

Acolens wird mit einer sehr umfangreichen Basisbibliothek ausgeliefert. Eine Vermessung durch den Anwender ist in der Regel nur notwendig, wenn das Objektiv sich nicht in der Liste befindet, oder der Anwender das bestmögliche Korrekturergebnis wünscht.

Eine Liste der aktuellen Objektiv-Profile finden Sie hier: Unterstützte Objektive

Wie entstehen Profile für Acolens

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Abbildung 3. Erstellung von Profilen mit Acolens

Bei der Erstellung eines Objektivprofils wird für jede Brennweite und jede Blende jeweils ein Bild der Referenztafel erstellt. (Bei einem Zoom-Objektiv werden in der Regel alle aufgedruckten Brennweiten erfasst.) Das Bild der Referenztafel enthält neben dem Abbild der Referenztafel auch die Restfehler des Objektivs. Da Acolens „weiss" wie die ideale Referenztafel „aussehen" muss, kann es durch Vergleich die Abweichungen ermitteln und daraus das Objektivprofil errechnen.

Abbildung 3 zeigt das Verfahren schematisch.

Warum ist Acolens genauer als die meisten anderen Verfahren?

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Abbildung 4. Fehler; Aufwand & Mathematik - was Sie schon immer NICHT wissen wollten

Objektivfehler können sehr komplex sein. Die Verzeichnung ist häufig keine reine Tonnen- oder Kissen-Verzeichnung, sie stellt sich als komplexe Wellenform dar. Um einen solchen Fehler korrigieren zu können, benötigt man eine entsprechende mathematische Beschreibung.

Je komplexer das Problem, desto mehr Parameter braucht man zu seiner Lösung.

Der traditionelle Ansatz (muss) mit wenigen Parametern auskommen. Der Vorteil liegt darin, dass der Anwender diese noch selber einstellen kann. Hierfür gibt es in der Regel z.B. Schieberegler. Diesem Ansatz sind logischerweise enge Grenzen gesetzt, die Qualität der zu erreichenden Korrektur ist beschränkt.

Das zentrale Entwicklungsziel der Acolens-Software ist es, die Fehler so vollständig wie möglich zu korrigieren.

Welchen Sinn macht es, eine Verzeichnung nur zu Hälfte zu beseitigen, oder am Ende einen derart großen Randverschnitt zu haben, dass man gleich mit einer längeren Brennweite hätte fotografieren können? Dass für dieses Ergebnis jedesmal nur ein bis zwei Schieberegler eingestellt werden müssen, ist nur ein schwacher Trost.

Für ein optimales Korrekturergebnis müssen derart viele Parameter bestimmt werden, dass es für einen Anwender nicht mehr sinnvoll ist, diese selber einzustellen. Daher werden bei Acolens die Profile einfach mit Hilfe einer Referenztafel bestimmt. Dabei werden ca. 800 bis 1000 Messpunkte ausgewertet. Geht man davon aus, dass für jeden Messpunkt ca. zwei Schieberegler benötigt werden, kann man sich vorstellen welchen manuellen Aufwand das bedeuten würde.
Und das Beste daran ist, dass Acolens die Arbeit für Sie vollkommen automatisch erledigt.

Das Verfahren ist authentisch und nachvollziehbar, sodass es jederzeit für den Anwender möglich ist, selber ein Profil zu erstellen.

05. August 2009